Wo und wie behandeln wir Essstörungen?

Es ist nicht immer einfach eine passende Behandlung zu finden‚ Therapieplätze sind rar und oft bleibt nur die Aufnahme in eine Klinik‚ weit weg von daheim. Im Ostalbkreis haben sich deshalb Beratungsstellen‚ ÄrztInnen‚ PsychotherapeutInnen und die AOK zum „Netzwerk Essstörungen im Ostalbkreis“ NEO zusammengeschlossen. So wollen wir die Kräfte bündeln und ambulante Therapiemöglichkeiten verbessern.
Das NEO-Projekt ist neu und einmalig im Land. Es bietet Ihnen die Chance‚ sich rasch und effektiv Unterstützung zu holen‚ bis es wie der alleine vorwärts geht.

Als Betroffene mailen sie uns (info@mein-neo.de) oder wenden sie sich an die Beratungsstelle der Caritas in Aalen bzw. Schwäbisch Gmünd. Dort können sie auch einen erstes orientierendes Gespräch vereinbaren. Informieren Sie sich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten der Essstörung (ambulante, tagesklinische und stationäre Terapie) .

Integrierte Versorgung NEO mit AOK

Haben Sie als Betroffene und AOK-Versicherte Interesse an einer ambulanten Behandlung im Rahmen der integrierten Versorgung?

Dann finden Sie hier weitere Infos: [Patienteninfo Integrierte Versorgung, pdf, 40kb]
Fragen Sie uns per e-mail: info@mein-neo.de
oder vereinbaren einen erstes orientierendes Gespräch bei der Beratungsstelle der Caritas

Das Netzwerk hat am 31.3.2007 mit der AOK Ostalb einen integrierten Versorgungsvertrag abgeschlossen, der jetzt eine ambulanten psychotherapeutische Behandlung erlaubt, bei der verschiedene Berufsgruppen zusammenarbeiten. Die Behandlung umfasst neben einer ambulanten Gruppenpsychotherapie eine Reihe weiterer Angebote.

Links und Podcast zum Thema Essstörungen

Selbsthilfegruppe für Menschen mit Adipositas
Was sind Essstörungen?

Essstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen bei pubertierenden Mädchen, jungen Frauen und zunehmend auch Männern.

Magersucht (Anorexia nervosa) ist durch einen ausgeprägten selbstinduzierten Gewichtsverlust charakterisiert mit einem BMI (Körpergewicht in kg/Körpergröße in m²) von weniger als 17,5. Es besteht ein restriktives Essverhalten mit gestörtem Körperempfinden, exzessiver Sportbetätigung, oft begleitet von aktiven Maßnahmen zur Gewichtsreduktion (z.B. induziertes Erbrechen oder Mißbrauch von Abführmitteln). Fast alle Gedanken drehen sich um das Thema Gewicht, Kalorien, Abnehmen und Körperschema. Auslösende Situation ist häufig eine anstehende Trennung wie z.B. das Ende der Schulzeit und Verlassen des Elternhauses, Tod von nahen Angehörigen oder Verunsicherungen in der Rollenidentität in der Pubertät.

Patientinnen mit Ess- Brechsucht (Bulimia nervosa) haben in der Regel ein normales Gewicht und halten dieses über selbstinduziertes Erbrechen, aber auch durch Fasten oder Einnahme von Abführmitteln, Diuretika oder Appetitzüglern. Häufig kommt es zu Freßattacken mit Folgeerbrechen und anschließendem Schamgefühl.

Bei der Binge-Eating-Störung kommt es an mindestens 2 Tagen pro Woche zu ausgeprägten Essanfällen ohne anschliessendes Erbrechen. Auch hier drehen sich alle Gedanken und Handlungen um das Essen. Bei allen genannten Essstörungen ist der drohende Verlust von Kontrolle mit Angst verbunden.

info@mein-neo.de|Netzwerk Essstörungen im Ostalbkreis | aktualisiert am 28.02.2011 von M. v. Wachter